Schmuck der Kirche

Der kleine Weihnachtsbaum

Am 9. Dezember wurde die Kirche von fleißigen Helfern für die bevorstehenden Advents- und Weihnachtsfeierlichkeiten geschmückt. Dazu wurden am Vortag zwei Weihnachstbäume geliefert: Ein prächtig gewachsener großer Baum für den Innenraum, der sofort allen Anwesenden Worte der Bewunderung entlockte und ein kleiner Baum für den Kirchenhof, von einer Seite gut gewachsen, von der anderen Seite etwas mickrig. Auf den kleinen Baum hin angesprochen sagte der Lieferant dazu: "Mir tat der Baum leid. Hätte ich ihn nicht genommen, wäre er zerteilt worden, aber ich meine, er ist noch gut für unsere Kirche". Der Vorsteher war zunächst wenig begeistert, dachte aber über den Baum und die Worte nach. Im Gottesdienst am Sonntag sagte er dann: " Ja, dieser Baum passt zu unserer Kirche. Auch wir kommen mit einer schönen und einer weniger schönen Seite, die wir auch nicht gerne zeigen, in die Kirche. Doch Gott nimmt uns so an, wie wir sind, schmückt uns mit der Vergebung der Sünden und im Abendmahl mit seiner Gnade und Güte. Wir haben unsere Seiten immer noch, aber sehen ebenso schön aus, wie der kleine Baum im Kirchenhof in seinem Festschmuck."