Stammapostel Leber am 29. April 2012 in Schwerin

Am Sonntag, 29. April besuchte Stammapostel Wilhelm Leber die Geschwister des Bezirkes Schwerin, die sich mit ca. 1000 Teilnehmern in der Sport und Kongresshalle versammelt hatten. In diesem Gottesdienst empfingen Bischof i. R. Möller und seine Frau den Segen zur goldenen Hochzeit. Neben den Aposteln und Bischöfen aus Norddeutschland waren Apostel Berndt (Berlin-Brandenburg) und Apostel Schug (Nordrhein-Westfalen) eingeladen.

Begrüßt wurde der Stammapostel und seine Begleitung am Eingang der Sport- und Kongresshalle durch den Kinderchor und die Flötengruppe mit dem Lied „Froh die Stunde, froh der Tag“. Danach haben die Kinder dem Stammapostel eine Blume überreicht, sodass am Ende ein bunter Blumenstrauß entstand.

Dem Gottesdienst lag ein Wort aus Sprüche 3, 7 zugrunde: "Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen." Als Eingangslied wurde aus dem Gesangbuch Lied Nr. 170 "Das ist eine sel'ge Stunde" gesungen.

Keine Versuchung über unsere Kraft – Gott schafft immer einen Ausgleich

In seiner Begrüßung ging der Stammapostel auf das Lied der Sänger „Sieh wer steht vor Deiner Herzenstür“ zu Beginn des Gottesdienstes ein und hob heraus, wie wichtig eine unvoreingenommene und offene Haltung für die Aufnahme des Wortes Gottes sind. Der Stammapostel wandte sich zu Beginn auch mit einem besonderen Trostwort aus 1. Kor 10,13 an den versammelten Bezirk: „Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt.“

Versuchungen, Bedrängnisse und Sorgen können uns in unserem Alltag oft belasten, so dass man oft an persönliche Grenzen stößt. Das Trostwort jedoch gibt die Zusage, dass Gott uns nicht über die Kraft versucht, sondern immer auch einen Ausweg zeigt, wie es weitergehen kann. Im Vertrauen auf Gott kann so neue Kraft und neuer Mut geschöpft werden.

Im weiteren Dienen ging der Stammapostel auf das Textwort aus den Sprüchen Salomos ein und hob das Wort in die Bedeutung für die Gegenwart: Wir leben in einer Zeit, in der die eigene Meinung gern in den Mittelpunkt gestellt wird. Jeder möchte Gehör finden und Zustimmung für die eigene Meinung. Das kann oft auch zu Überheblichkeit und Hochmut führen. Stellt man jedoch den HERRN in den Mittelpunkt, dann verändert sich die Sichtweise und auch die Resultate aus unserem Handeln.

Schafft Euch immer wieder Höhepunkte des Gotterlebens

Der Stammapostel führte dazu auch Beispiele aus der Heiligen Schrift an und nannte zunächst den Turmbau zu Babel, dann auch Esau, der sein Erstgeburtsrecht gegen ein Linsengericht tauschte. Der momentane Genuss erschien ihm wichtiger als der göttliche Segen. Als Petrus mit Jesus auf dem Berg der Verklärung die Herrlichkeit des Herrn sehen konnte, folgte er seiner spontanen Begeisterung und wollte dort Hütten bauen. Diese Haltung war nur möglich, weil er und die anderen Jüngern Gemeinschaft mit dem HERRN hatten und ihn in seiner Herrlichkeit erlebten. Auch für uns heute ist es wichtig, immer wieder solche ungetrübten Höhepunkte zu schaffen, in denen man nichts anderes sieht, als Jesus allein.

Haltet Abstand und meidet Unglauben, Lieblosigkeit und Unrast der Zeit

„Weiche vom Bösen“ kann für unser heutiges Leben bedeuten: Halte Abstand vom Bösen und lass dich nicht von Gott trennen. Als das „Böse“ kann Unglaube, zunehmende Lieblosigkeit oder die Unrast der Zeit verstanden werden. Es ist gut von solchen „Abgründen“ Abstand zu halten und sich nicht in Gefahr zu begeben. Im Gottesdienst und in der Gemeinschaft der Gemeinde können wir immer wieder Frieden und Freude tanken und die Gegenwart Gottes erleben.

Apostel Berndt und Apostel Schug ergänzten das Dienen des Stammapostels.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, auch für die Entschlafenen, folgte die Segenshandlung zur Goldenen Hochzeit des Bischofs i. R. Ekhard Möller und seiner Frau.

Der Stammapostel erinnerte sich in seiner Ansprache an die gemeinsame Arbeit mit dem Bischof im Apostelbereich und bedankte sich auch für die Unterstützung bei seiner Frau. Vor der Segenshandlung wandte er sich mit dem Wort aus Psalm 34, 10.11 an das Hochzeitspaar: „Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut“.

Mit Gebet und Segen beendete der Stammapostel diesen Gottesdienst und verabschiedete sich von den Geschwistern.